Bei Försters Weinterassen, einem Restaurant im Ahrtahl, hat man sich hinsichtlich der Architektur das hohe Ziel gesteckt, eine Mischung aus Gaudi und Huntertwasser zu erreichen, dieses aber leicht verfehlt. Zudem sieht alles leider schon ein bisschen renovierungsbedürftig aus, zumindest bei unserem Besuch im Spätsommer 2008.
Man sitzt aber sehr nett, die Bedienung ist sehr freundlich und der Ausblick grandios.
Kinderstühle sind hinreichend vorhanden und die Kindergerichte alle inklusive einem Getränk – so zahlten wir für ein Kinderschnitzel mit Pommes Frittes und Traubensaftschorle nur 4,40 EUR – sehr fair. Das Schnitzel war geschmacklich recht annehmbar, die Pommes gut, jedoch für einen Kindergaumen mit zuviel Paprika gewürzt.
Die Weine, die ich probierte, kommen alle vom Weingut selbst; der Frühburgunder war etwas schwach, der Spätburgunder sehr ordentlich.
Weitere Speisen: Winzerplatte mit recht gutem Kartoffelsalat aber altem Brot, zudem Sülze, Leberwurst und Blutwurst.
Außerdem Toast Amsterdam mit Spargel, Schinken und Käse überbacken ist ein bißchen Küche der 70er.
Alles in allem ganz nett, aber einige Haken zu viel. Wenn man in der Gegend ist und eine Rast machen will, dennoch eine gute Entscheidung.
Im Web: Försterhof
Bisher waren wir mit Försters Weinterrassen eigentlich zufrieden. Aber was wir am vergangenen Donnerstag (15. Oktober 2009) erlebten, hat unseren bisherigen Eindruck ins Gegenteil verkehrt. Gegen 12.20 Uhr betraten wir das Restaurant, um wieder mal die Goulaschsuppe zu bestellen. „Es gibt aber nur kleine“, erhielten wir zur Antwort (obwohl die große Variante „Goulaschsuppe satt“ wie eh und ja auf der Karte stand). Auf die Frage meiner Frau nach dem Grund hierfür, erhielt sie nur die erhellende Antwort. „Weil es keine große gibt.“ Wir schauten uns die Karte an und entschieden uns alle drei notgedrungen für die kleine Goulaschsuppe, wohl wissend, das diese dem Hunger eines heranwachsenden 15-Jährigen kaum genügend wird (er war auch er einzige, der früher schon mal den angebotenen Nachschlag annahm – eben Goulaschsuppe satt!). In Hoffnung auf eine vernünftige Antwort fragten wir beim Bestellen die junge Dame (eine andere als bei der „Begrüßung“) nach einer Begründung dafür, dass es nur die kleine, aber nicht die auf der Karte angebotene große Goulaschsuppe geben sollte. Sie druckste nur ein wenig herum, wir hatten den Eindruck, die Angelegenheit war ihr peinlich. Es kam wie erwartet, unser Sohn hatte noch Hunger und so wir bestellten eine zweite kleine Goulaschsuppe, die wir auch problemlos bekamen.
Dass es nur kleine Goulaschsuppen gab lag somit offensichtlich nicht daran, dass Goulaschsuppe nicht in ausreichendem Maße vorhanden war, denn eine zweite kleine war ohne weiteres erhältlich (statt zwei kleiner hätte man ja auch eine große Suppe servieren können). Es wäre auch in anbetracht der noch relativ frühen Uhrzeit sehr ungewöhnlich gewesen, wenn die Tagesration bereits verbraucht worden wäre.
Es handelte sich augenscheinlich lediglich um eine Maßnahme, zugunsten des eigenen Umsatzes die Wandertouristen etwas (mehr?) auszunehmen: Die große Goulaschsuppe hätte 5,50 EUR gekostet, für die zwei kleinen durften wir zusammen 7,00 EUR bezahlen. So wurde der Umsatz mal eben durch Verweigerung der großen Portion um über 27 % erhöht. Eigentlich hätte man aufstehen und gehen sollen, aber mit einem hungrigen Pubertierenden hat man dazu keine reelle Chance.
Vom absoluten Betrag her ist es möglicherweise als Bagatelle einzustufen (obwohl, wenn man es mit der Anzahl der Personen multipliziert …), weshalb ich lange überlegte, ob ich diese Mitteilung verfassen sollte. Die Methode finde ich allerdings derart primitiv und inakzeptabel, dass ich mich doch dazu entschlossen habe. Ein solches, nur noch als grobe „Abzocke“ zu bezeichnendes Verhalten hat uns sehr überrascht – aber es gibt ja auch noch andere Gastronomiebetriebe, Weinwanderwege, Weintäler …..